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Schlank mit Köpfchen Spätestens
mit den ersten Badetagen stellen viele Menschen fest, daß beim Anziehen
des Bikinis oder der Badehose ihre Figur nicht mehr den Idealvorstellungen
entspricht. Doch wie kann man den überflüssigen Winterspeck
nun rasch loswerden?
Blitz- und Crashdiäten sind wegen mangelnder Wirksamkeit und möglicherweise unausgewogener Nährstoffzufuhr nicht angeraten. Es stellt sich zwar oft ein kurzfristiger Erfolg ein, doch spätestens nach einem halben Jahr haben die meisten Menschen die Kilos, die sie während der Diät verloren haben, wieder zugelegt. Fachleute sprechen vom sogenannten " Jo-Jo-Effekt ". Große Erfolgsaussichten hat dagegen eine langfristige Umstellung der Eßgewohnheiten. Die Gewichtsabnahme von einem Kilogramm im Monat über einen längeren Zeitraum ist angesagt, denn diese Erfolge können meistens langfristig gehalten werden. Da Übergewicht ein direkter Auslöser für eine Reihe von Folgeerkrankungen wie hoher Blutdruck, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen, Angina Pectoris, Krampfadern und Abnützungen an unserem Bewegungs- und Stützapparat darstellt, ist eine Ernährungsumstellung von grundlegender Bedeutung für unsere Gesundheit.
Kilokalorien (kcal) sind die allseits bekannten Einheiten für die tägliche Energiezufuhr. Die Einheit "Kilokalorie " wurde aufgrund internationaler Vereinbarungen vor vielen Jahren durch die Einheit " Kilojoule " ergänzt, wobei folgender Umrechnungsschlüssel gilt : Eine Kilokalorie = 4,184 Kilojoule. Im
Idealfall ist die täglich zugeführte Energiemenge so bemessen,
daß Ihr Normalgewicht erhalten bleibt beziehungsweise daß
ein Normalgewicht erreicht wird.
Der Tagesbedarf eines Erwachsenen bei leichter körperlicher Aktivität liegt bei ca. 35 kcal pro kg Körpergewicht. Nehmen wir eine normalgewichtige Frau mit 60 kg an, die als Angestellte leichte körperliche Aktivität verrichtet, so liegt der Tagesbedarf bei 2.100 kcal. Männliche Erwachsene haben aufgrund der körperlichen Konstitution und des etwas höher liegenden Grundumsatzes einen höheren Energiebedarf. Ein 70 kg schwerer Mann käme demnach auf ca. 2.500 kcal.
Als gute Orientierung für das Normalgewicht gilt der Body-Mass-Index ( BMI ). BMI = Körpergewicht in kg dividiert durch Körpergröße in Meter mal Körpergröße in Meter. Beispiel:
Eine Frau ist 1,65 m groß und wiegt 70 kg. Danach ergibt sich folgender
BMI : Damit würde der BMI bereits ein leichtes Übergewicht anzeigen. Normalgewicht Übergewicht Fettsucht : Frauen und Männer: BMI größer als 30. Achte!
Der BMI kann nicht zwischen Muskel-und Fettmasse unterscheiden. Sportler
mit viel Muskelmasse könnten infolge des höheren Körpergewichtes
damit in den übergewichtigen Bereich rutschen, was aber nicht der
Realität entspricht.
Unser Organismus benötigt die unterschiedlichsten Nährstoffe : Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate (Zucker, Stärke ), Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und natürlich Wasser. Diese Nährstoffe müssen wir in ausreichenden Mengen zu uns nehmen, damit unser Stoffwechsel richtig funktionieren kann. Dies klingt vorab ein wenig kompliziert, da jedes Nahrungsmittel die einzelnen Nährstoffe in mehr oder weniger großen Mengen enthält. Eine exakte chemische Analyse Ihres Speiseplans ist aber nicht erforderlich. Denn bereits eine möglichst abwechslungsreiche Speisefolge garantiert , daß der Körper bekommt, was er braucht. Die
Versorgung mit den lebenswichtigen Nährstoffen muß daher nicht
unbedingt Tag für Tag genau passen. Wichtig ist vielmehr, daß
das, was wir essen und trinken, auf die Dauer gesehen dem Bedarf entspricht. Prinzipiell
können drei Grundnährstoffe unterschieden werden, aus denen
alle Lebensmittel zusammengesetzt sind : Kohlenhydrate, Eiweiß und
Fett. Natürlich in unterschiedlichen Relationen. Dies ist umso wichtiger,
als die Grundnährstoffe unserem Körper sehr unterschiedliche
Kalorien liefern : 1 g Eiweiß (EW) liefert 4 kcal Leichte Mischkost ist angesagt - Nützliche Tipps zur täglichen Energiezufuhr
Getreideprodukte,
Kartoffeln, Reis, Teigwaren und speziell Vollkornprodukte sind generell
kalorienarm. Neben dem hohen Mineral- und Vitamingehalt sind auch die
enthaltenen Ballaststoffe für unsere Verdauung von essenzieller Bedeutung.
Wegen
ihres hohen Wassergehaltes liefern diese Produkte nur sehr wenige Kalorien.
Entscheidend ist die Verarbeitung, da gerade die wertvollen Vitamine sehr
leicht beim Kochen zerstört werden können. Daher ständig
frische Produkte verwenden, kurz anrösten, dunsten oder dämpfen.
Da
Fett der Hauptkalorienträger ist und der Fettanteil in unserer Nahrung
viel zu hoch ist, sollten fettreiche Lebensmittel, wo es nur geht, eingespart
werden. Gerade bei Fleisch- und Wurstwaren müssen Sie auf versteckte Fette achten. Verwenden Sie nur mageres Fleisch, Schinken, Geflügel ohne Haut. Wurstsorten wie Salami, Extrawurst oder Pasteten mit einem Fettanteil von über 50% sollten möglichst gemieden werden. Spezialtipp: Pflanzliche Öle sind zwar wegen ihres hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren für unseren Körper gesund, haben leider aber genauso viele Kalorien wie tierische Fette. Wer abnehmen will, muß also auch bei der Verwendung von pflanzlichen Ölen äußerst sparsam sein.
Milch
und Milchprodukte wie Sauermilch, Joghurt, Käse und Kefir zählen
zu den tierischen Lebensmitteln und enthalten einen relativ hohen Anteil
von gesättigten Fettsäuren, die sich speziell auf unseren Fettstoffwechsel
negativ auswirken können.
Fische enthalten generell wenig Kalorien, dafür reichlich Omega-3-Fettsäuren, welche sich auf unser Cholesterin äußerst günstig auswirken. Lediglich Lachs, Hering, Thunfisch und Makrele zählen zu den Fettfischen, die zwar gesund, fürs Abnehmen aber nur in kleinen Mengen geeignet sind. Fischhaut ist generell fett- und kalorienreich und sollte daher entfernt werden. Fischkonserven mit in Öl eingelegtem Fisch sollten ebenfalls eingespart werden.
Infolge
des hohen Fett-, Zucker- sowie Kaloriengehaltes ist bei Süßspeisen
Zurückhaltung angesagt.
Achten
Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von zwei Liter pro Tag,
bei Sonne und sportlichen Tätigkeiten natürlich mehr. Wasser
ist der beste Durstlöscher. Daneben eignen sich ungezuckerter Tee
oder frische Obst - und Gemüsesäfte.
Zwischenmahlzeiten
in Form von Joghurt oder Obst sind wichtig. Der Heißhunger bei den
Hauptmahlzeiten wird gemindert und die Gefahr des " Zuvielessens
" eingedämmt. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen,
daß eine schwere Mahlzeit sowohl das Verlangen nach mehr in Gang
setzt, als auch unseren Körper zur Anlage von Fettreserven animiert.
Bewegung
und Sport sind für ein normales Körpergewicht absolut notwendig.
Durch die Zunahme der Muskelmasse bei sportlichen Tätigkeiten kommt
es zu einer Steigerung des Grundumsatzes, sodaß der Körper
fortan auch in Ruhestellung mehr Energie verbraucht. Vor allem das Fett
um die Leibesmitte wird stärker mobilisiert.
Tätigkeit Kcal/Stunde Gehen
6 km/Stunde 320
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